Südtiroler Spinatknödel mit Kürbisspänen und Nüssen

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So, ihr Lieben, bevor ich mich dem weihnachtlichen Backen widme, habe ich noch einmal ein richtig leckeres Herbst-Rezept für Euch: Herrlich lockere, aromatische Spinatknödel mit einem Hauch von Parmesan. Kennenlernen durfte ich Spinatknödel vor einigen Jahren in Meran. Die Mutter eines Freundes hatte uns erst Spinatknödel, dann Speck- und Leberknödel serviert. Obwohl wir pappsatt waren, bekamen wir anschließend noch ein Riesenstück selbstgemachten Apfelstrudel mit Vanillesauce aufgetischt. Meine Güte, war ich danach abgefüllt, aber auch – im wahrsten Sinne des Wortes – kugelrund und glücklich. Da ich bis dato noch keine Spinatknödel kannte, blieben mir diese ganz besonders im Gedächtnis.

Nachdem ich nun aus dem Urlaub kam und feststellen musste, dass ich fast ein ganzes Weißbrot vergessen hatte, war die Gelegenheit günstig: Das Brot war nämlich viel zu hart, um es noch zu essen. Da ich ungerne Lebensmittel wegschmeiße, kam ich auf die Idee, statt Semmelbrösel zu reiben, einfach Knödel zu machen. Und ich muss sagen: Die Spinatknödel sind noch genauso lecker, wie ich sie in Erinnerung habe.

Spinatknoedel-mit-Kuerbis-und-Nuessen

Zutaten

  • 200 g Weißbrot (ein paar Tage alt)
  • 80 ml Milch
  • 300 g Blattspinat (auch TK-Spinat geht)
  • 2 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 30 g Butter
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 EL Parmesan
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • (evtl. Semmelbrösel)
  • Walnusskerne
  • Ca. 30 g Kürbis
  • 1 EL Olivenöl
  • Parmesan
  • 30 g Butter

Zubereitung

Zuerst schneidet ihr das Weißbrot in Würfel, gebt es in eine Auflaufform und beträufelt es mit Milch. Nun könnt ihr den Blattspinat waschen, in siedendem Salzwasser blanchieren und sofort in kaltem Wasser abschrecken. Falls ihr TK-Spinat verwendet: Lasst diesen ein paar Stunden vorher langsam auftauen. Drückt den Spinat gut aus und hakt ihn klein. Verquirlt nun die Eier mit dem Spinat und stellt sie beiseite.

Schneidet nun die Zwiebel in feine Würfel. Erhitzt in einer Pfanne erst das Öl und gebt dann 30 g Butter hinzu. Schwitzt darin bei mittlerer Hitze die Zwiebelwürfel glasig an. Die Zwiebeln sollen weich werden, aber keine Farbe annehmen. Lasst die Zwiebelwürfel ein bisschen abkühlen.

Gebt jetzt die Zwiebelwürfel und die Eier-Spinat-Mischung zu den Brotwürfel und mischt alles mit den Händen gut durch. Würzt die Masse mit Salz, Pfeffer, Muskat und einem Esslöffel Parmesan. Lasst den Knödelteig nun ca. 2 Stunden ruhen.

Spinatknoedel-Teig

Probiert nach der Ruhezeit Euren Knödelteig und würzt ihn eventuell noch einmal nach. Da jeder Knödelteig anders ist, kann es sein, dass er zu feucht ist. Das kann an verschiedenen Faktoren liegen: Das Brot ist nicht so hart gewesen (= nehmt weniger Milch), ihr habt große Eier verwendet oder der Spinat war noch zu nass. Das ist nicht schlimm: Gebt so viele Semmelbrösel hinzu, bis der Teig die gewünschte Konsistenz hat. Überprüfen könnt ihr Eure Knödelmasse mit einem Probeknödel, den ihr im heißen Wasser ziehen lasst. Behält er seine schöne Form? Hat er die richtige Konsistenz? Prima. Schwimmt der Teig nach kurzer Zeit auseinander und ist nur noch Brei? Dann war der Teig zu nass – dann müsst ihr noch einmal Semmelbrösel hinzugeben.

Wenn ihr den perfekten Probeknödel aus dem Wasser gefischt habt, formt ihr aus der restlichen Masse sechs Knödel und lasst sie in einem großen Topf mit ausreichend Salzwasser ca. 10 Minuten ziehen. Das Wasser sollte nicht kochen, sondern nur leicht sprudeln.

Während die Knödel kochen, könnt ihr einen Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Schneidet von einer Kürbishälfte erst dünne Scheiben ab und schneidet diese dann in Streifen. Lasst die Kürbisstreifen im Olivenöl kurz dünsten. Hakt die Walnüsse und zerlasst in einem kleinen Topf 30 g Butter und lasst sie leicht bräunen.

Hebt nun die Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser und lasst sie leicht abtropfen. Serviert sie mit den Kürbisstreifen, den Nüssen und der braunen Butter. Ich liebe es, zum Schluss noch eine Spur frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und geriebenen Parmesan darüber zu geben.

Wein und Variationen: Probiert statt Parmesan einfach mal einen kräftigen Bergkäse aus. Oder gebt in den Kern des Knödels ein kleinen Klecks Weichkäse (Blauschimmelkäse), dann wird’s noch käsiger :)
Als Wein passt natürlich ein südtiroler Weißwein mit mineralischer Note und feiner Säure. Aber auch ein Weißburgunder passt herrlich dazu.

Das Rezept als PDF-Datei zum Ausdrucken gibt’s *hier* oder im Rezeptindex unter S.

Lasst es Euch schmecken und habt eine tolle Woche!

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8 Kommentare zu “Südtiroler Spinatknödel mit Kürbisspänen und Nüssen

  1. lixiepott 17. November 2014 um 19:02 Reply

    Hey Dina,
    oh wie lecker Deine Knödel aussehen. Ich bin ja absoluter Knödelliebhaber. Die sind so klasse. Ich brauche nicht mal ein Stück Fleisch oder Ähnliches dazu. Gebt mir einen Knödel und ein wenig Soße darüber und das Genießen kann beginnen. Tolles Rezept. Liebste Grüße und komm gut in die Woche, Lixie

    Gefällt 1 Person

    • Dina 17. November 2014 um 19:57 Reply

      Liebe Lixie, ja ich liebe Knödel auch sehr. An Weihnachten gibt’s bei uns sogar immer zwei Sorten: Kartoffelklöße nach einem Rezept meiner Uroma und Semmelknödel mit Speck :) Dir auch einen tollen Wochenstart! Liebste Grüße, Dina

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  2. Michael 17. November 2014 um 20:18 Reply

    Ich bin ja eigentlich nicht der größte Fan von Semmelknödeln, Serviettenknödeln etc.; aber dieses grüne Ding sieht mal nach einer „rundum“ (haha ganz flacher witz) gelungenen Angelegenheit aus, für die ich mich (zumal so schön serviert) auch begeistern könnte! Dürfte sich zu den Kürbistreifen und Nüssen vielleicht noch ein knusprig ausgebratene Scheibe Tiroler Speck geselen? Mmmmmhhh… ;-)

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    • Dina 17. November 2014 um 20:50 Reply

      Lieber Michael, mmh Tiroler Speck passt da sicherlich auch gut dazu :) und Knödel muss man lieben, und das tue ich. vielleicht bekehrt Dich ja dieser unschuldige, kleine Spinatknödel ;)
      Liebe Grüße, Dina

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  3. sabrinahaeppchen 18. November 2014 um 18:19 Reply

    Wow, die sehen wahnsinnig lecker aus. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen, während ich mit knurrendem Magen vor dem Bildschirm sitze…Liebe Grüße, Sabrina

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    • Dina 18. November 2014 um 20:21 Reply

      Danke, liebe Sabrina, ich könnte auch schon wieder einen essen ;)
      Liebste Grüße, Dina

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  4. anja zimtschnegge 15. Januar 2015 um 17:33 Reply

    Fein und lecker-deine knödelversion ! zu spinatknödeln mach ich gerne knoblauch mit butter nussbraun gebraten und parmesan drübergerieben. dazu tomatensalat mit roter zwiebel und basilikum und fertig. einfach,aber lecker…viele grüsse von anja

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    • Dina 15. Januar 2015 um 18:16 Reply

      Liebe Anja, das hört sich ja auch superlecker an! Muss ich das nächste Mal unbedingt ausprobieren :)
      Liebe Grüße, Dina

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